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Bekämpfung von Geldwäsche und Steuerhinterziehung

 
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Geldwäsche stellt das Verbergen oder Umwandeln von illegalen Mitteln oder Eigentum dar bzw. den Versuch, illegale Mittel legal erscheinen zu lassen. Sie beinhaltet den Besitz oder Handel mit Erträgen aus Straftaten. Wir dürfen uns daran nicht beteiligen.

Steuerhinterziehung bezeichnet die vorsätzliche oder unredliche Täuschung der öffentlichen Einnahmen oder die betrügerische Hinterziehung von Steuern in einem Land.

Wir müssen auf Situationen achten, die bei uns Verdacht erregen sollten, zum Beispiel:

  • die Zahlung in einer anderen als der Rechnungswährung oder mit Barmitteln oder Barmitteläquivalenten;
  • die Zahlung von mehreren Quellen aus zur Begleichung einer einzigen Rechnung oder sonstige ungewöhnliche Zahlungsmethoden;
  • die Zahlung an oder von einem Konto, das nicht das normale Konto der Geschäftsverbindung darstellt;
  • Bitten um Überzahlungen oder Erstattungen nach einer Überzahlung;
  • die Zahlung durch, über oder an (oder Anfragen nach Lieferungen unserer Produkte an) unabhängige Dritte und/oder Schein-/Mantelfirmen;
  • die Zahlung oder Lieferung durch, über oder an Unternehmen oder Personen, die in Ländern etabliert, ansässig oder tätig sind, die den Ruf als „Steueroase“ genießen, oder an Bankkonten in solchen Ländern;
  • Anfragen, unsere Produkte an einen ungewöhnlichen Ort zu liefern, die Wahl eines ungewöhnlichen Versandwegs oder der Im- und Export der gleichen Produkte;
  • die falsche Berichterstattung wie die Falschdarstellung von Preisen, die falsche Beschreibung von Waren oder Dienstleistungen, die wir bereitstellen, die irreführende Präsentation zahlbarer Steuern oder Unstimmigkeiten zwischen Versand- und Rechnungsdokumenten;
  • das Versäumnis von Kunden und Lieferanten, angemessene Antworten auf Due-Diligence-Fragen, einschließlich Angaben zur Steuerregistrierung, zu geben;
  • der Verdacht, dass Handelspartner an kriminellen Handlungen, einschließlich Steuerhinterziehung, beteiligt sind; und
  • ungewöhnlich komplexe Fusions- und Übernahme- oder sonstige Transaktionsstrukturen ohne klare wirtschaftliche Rechtfertigung oder Due-Diligence-Ergebnisse für Fusionen und Übernahmen.

Keine Beteiligung am Handel mit Erträgen aus Straftaten

Wir dürfen uns nicht:
  • an Transaktionen beteiligen, von denen wir wissen oder hinsichtlich derer wir vermuten, dass sie Erträge aus Straftaten (einschließlich Steuerhinterziehung) beinhalten, oder
  • auf andere Weise wissentlich direkt oder indirekt an Geldwäscheaktivitäten beteiligen

Zudem müssen wir sicherstellen, dass unsere Aktivitäten nicht versehentlich gegen Geldwäsche- und Steuergesetze verstoßen.

In den meisten Ländern ist es eine Straftat, wenn sich Personen oder Unternehmen an Transaktionen mit Vermögenswerten beteiligen, von denen sie wissen bzw. hinsichtlich derer sie vermuten oder Grund zur Vermutung haben, dass sie aus Straftaten stammen.

Verstöße gegen Geldwäschebekämpfungs- und Steuergesetze können sowohl zur Unternehmenshaftung als auch zu persönlichen Konsequenzen für einzelne Personen führen.

Ablehnung der Annahme großer Geldsummen

Wir müssen die Annahme der folgenden Geldsummen ablehnen oder melden.

Gruppenunternehmen in der EU dürfen keine Barzahlungen in Höhe von über 10.000 € (oder dem Gegenwert) in einer einzigen Transaktion oder einer Serie verbundener Transaktionen annehmen.

Gruppenunternehmen in den USA (oder außerhalb der USA, wenn es sich um eine auf die USA bezogene Transaktion handelt) dürfen keine Barzahlungen in Höhe von über 10.000 $ (oder dem Gegenwert) in einer einzigen Transaktion oder einer Serie verbundener Transaktionen annehmen.

Gruppenunternehmen außerhalb der EU sollten es ebenfalls vermeiden, beträchtliche Barzahlungen entgegenzunehmen.

Minimierung des Risikos einer Beteiligung an und Meldung von verdächtigen Aktivitäten

Wir müssen effektive Verfahren haben für:
  • die Minimierung des Risikos einer unbeabsichtigten Beteiligung an Transaktionen mit Erträgen aus Straftaten, einschließlich die Überwachung rechtswidriger Geldflüsse und sonstiger Warnsignale bezüglich Geldwäsche/Terrorfinanzierung
  • die Erkennung und Vorbeugung von Geldwäsche durch Mitarbeiter, leitende Angestellte, Direktoren, Vertreter, Kunden und Lieferanten
  • die Unterstützung von Mitarbeitern, damit sie Situationen erkennen, die den Verdacht der Geldwäsche erregen sollten
  • die Einreichung der erforderlichen Berichte in Verbindung mit Geldwäscheverpflichtungen bei den zuständigen Behörden
     

Gruppenunternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Verfahren für die Kunden- und Lieferantenzulassung („Know Your Customer“, „Know Your Supplier“, darunter das ABAC-Verfahren für Dritte) angemessen und risikobasiert sind und so weit wie möglich gewährleisten, dass Kunden und Lieferanten nicht an kriminellen Aktivitäten beteiligt sind.

Wir sollten verdächtige Transaktionen oder Aktivitäten seitens eines Kunden oder Dritten umgehend unserem General Manager oder Funktionsleiter und lokalen Compliance Manager melden.

Keine Beteiligung an oder Erleichterung von Steuerhinterziehung

Wir dürfen keine:
  • Steuern hinterziehen oder die Steuerhinterziehung durch eine andere Person erleichtern (einschließlich eines anderen Gruppenunternehmens)
  • Unterstützung für eine Person leisten, von der wir wissen oder vermuten, dass sie Steuern hinterzieht. 
 Wir müssen:
  • alle Steuergesetze der Länder, in denen wir tätig sind, kennen und vollständig einhalten
  • für alle ordnungsgemäß fälligen Steuern die Verantwortung tragen und sie bezahlen

Es stellt eine Straftat dar, wenn Unternehmen oder Personen Steuern hinterziehen.  Gelder, die nicht ordnungsgemäß als Steuern entrichtet werden, können die Erträge aus einer Straftat sein.

Manchmal gibt es legitime Möglichkeiten, mittels derer Steuerzahler ihre Steuerlast reduzieren können und die keine Form der Steuerhinterziehung darstellen. Dennoch ist es wichtig, zwischen einer legitimen Steuerplanung und Steuerhinterziehung zu unterscheiden, was bisweilen schwierig sein kann.  Wenn Sie Zweifel über den Unterschied zwischen Steuerplanung und Steuerhinterziehung haben, sollten Sie Ihren Compliance Manager zurate ziehen.

Durchführung von Kontrollen zur Verhinderung der Erleichterung von Steuerhinterziehung

Gruppenunternehmen müssen Kontrollen durchführen, um dem Risiko, dass unsere Mitarbeiter oder Geschäftspartner die Steuerhinterziehung durch eine andere Person oder ein anderes Unternehmen erleichtern können, vorzubeugen.  Diese Kontrollen sollten Folgendes beinhalten:
  • Einhaltung der Steuervorschriften und gegebenenfalls Klauseln über die Verhinderung der Ermöglichung von Steuerhinterziehung in Verträgen mit Dritten;
  • Durchführung und Bereitstellung geeigneter Schulungen und Unterstützung für Mitarbeiter, die für Beziehungen mit Dritten und/oder unsere eigenen steuerlichen Verpflichtungen verantwortlich sind; und
  • Untersuchung und gegebenenfalls Suspendierung und/oder Kündigung von Mitarbeitern und Dritten, gegen die der Verdacht der Steuerhinterziehung oder der Erleichterung von Steuerhinterziehung besteht.

Wenn Sie vermuten, dass ein Vertreter, Auftragnehmer, Kunde oder Lieferant Steuern hinterzieht oder die Steuerhinterziehung ermöglicht, benachrichtigen Sie sofort Ihren lokalen Compliance Manager.

Kenntnis und Einhaltung von einschlägigen Anti-Terror-Maßnahmen

Wir müssen sicherstellen, dass wir nicht wissentlich zur Finanzierung oder sonstigen Unterstützung von Terrorakten beitragen und dass unser Handeln nicht versehentlich gegen einschlägige Maßnahmen zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung verstößt.

Die internen Kontrollen von Gruppenunternehmen sollten Checks beinhalten, die gewährleisten, dass sie nicht mit einer Einrichtung, Organisation oder Person handeln, die von einer Regierung oder internationalen Einrichtung aufgrund ihrer bekannten oder vermuteten terroristischen Verbindungen verboten ist.

Terrorgruppen versuchen möglicherweise, legitime Unternehmen – von Einzelhandelsgeschäften bis hin zu Vertriebsgesellschaften oder Finanzdienstleistungsunternehmen – zur Finanzierung ihrer Netzwerke oder zum sonstigen Transfer illegaler Geldmittel zu nutzen. Wir gehen das Risiko ein, versehentlich gegen Maßnahmen zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung zu verstoßen, wenn wir mit solchen Unternehmen, Organisationen oder Personen handeln.

An wen können Sie sich wenden?

Direkter Vorgesetzter
Head of LEX
Lokaler Compliance Manager
Global Head of Compliance
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